Deutsche Sprachwissenschaft, insbesondere niederdeutsche Sprache und Literatur

Plattdeutsch in Schleswig-Holstein: Ergebnisse einer Umfrage der Niederdeutschen Abteilung

Eine Studie der Niederdeutschen Abteilung der Universität Kiel

Die niederdeutsche Sprache verändert sich. Da heute alle Menschen, die Niederdeutsch sprechen können, auch das Hochdeutsche beherrschen, bleibt es nicht aus, dass sich die beiden Sprachsysteme einander angleichen. Das Niederdeutsche übernimmt, manchmal ohne dass es den Sprechern selbst bewusst wird, bestimmte Züge der hochdeutschen Aussprache und Grammatik. Wie stark und in welchen Bereichen solche Einflüsse auftreten und welche sprachlichen Neuerungen mittlerweile schon von der niederdeutschen Sprechergemeinschaft akzeptiert werden, wissen wir noch nicht genau. Um erste Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wurde im Sommer 2008 an der Niederdeutschen Abteilung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel eine Fragebogenerhebung konzipiert, bei der es darum gehen sollte, die Auffälligkeit und Akzeptanz bestimmter Neuerungen (vor allem Annäherungen an das Hochdeutsche) in niederdeutschen Satzbeispielen zu ermitteln.

Die Fragebogen wurden im Rahmen des Hauptseminars "Modernes Niederdeutsch" gemeinsam entwickelt, das im Sommersemester 2008 unter Leitung von Prof. Dr. M. Elmentaler am Germanistischen Seminar durchgeführt wurde. In einem ersten Fragebogen geht es um Veränderungen im Bereich der Aussprache, in einem zweiten um Besonderheiten im grammatischen Bereich (Morphologie und Syntax). Die Durchführung und Auswertung der Erhebungen erfolgte im Rahmen von Hauptseminararbeiten, die im Anschluss an das Seminar geschrieben wurden. Die Ergebnisse der Arbeiten können nun in zwei zusammenfassenden Darstellungen eingesehen werden:

A. Ergebnisse der Umfrage zur Akzeptanz grammatischer Neuerungen im Niederdeutschen (pdf-Datei)

B. Ergebnisse der Umfrage zur Wahrnehmung und Akzeptanz phonologischer Neuerungen im Niederdeutschen (pdf-Datei)

Den von uns angeschriebenen Vereinen und den Zweigstellen des SHHB, die uns freundlich und mit großem Engangement unterstützt haben, sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Unser besonderer Dank gilt natürlich den knapp 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Studie, die die Fragebogen bereitwillig ausgefüllt haben.