Linguistische und sprachdidaktische Stereotypenforschung (u.a. SMiK, EurEd)

Das Projekt

Das aktuelle Projekt (EurEd) hat eine Vorgeschichte: Ein erstes Projekt (SMiK) zu deutsch-dänischen Stereotypen wurde von 2012-2015 durchgeführt (https://www.stereotypenprojekt.eu/); die Publikationen sind unter https://www.stereotypenprojekt.eu/projektresultate-r-1/smik-publikationer-n/  verzeichnet.

Daraus entstand ein zunächst lockerer Forschungsverbund, der von den einzelnen Universitäten finanziell gefördert wurde (vgl. https://forschungsperspektivensymposium.wordpress.com/). Ende 2017 haben die Kolleginnen und Kollegen in Aarhus Mittel aus einem dänischen Forschungsförderfonds zum Aufbau eines Forschungsnetzwerkes erhalten. Anfang April 2018 fand ein erster Workshop in Braunschweig statt (vgl. http://projects.au.dk/interconnectedness). 

Das EurEd-Teilprojekt 2: "Empirische Erfassung von Konzepten: Nationale Identitäten und Europa-Konzepte bei Lernenden" wird von Prof. Dr. Erla Hallsteinsdóttir (Aarhus) und Prof. Dr. Jörg Kilian (Kiel) geleitet. In diesem Teilprojekt wird untersucht, welche assoziativ-semantischen Beziehungen Schülerinnen und Schüler mit dem Morphem {europ[a][ä]} verbinden, ob diese Verbindungen auf deklarativem Wissen beruhen, ob sie stereotypischer Natur sind, ob sie mit einem Narrativ verknüpft sind, ob sie zur Ausbildung einer Identität beitragen und wie sie sich zum nationalen Selbstverständnis verhalten.

Im Fokus der Arbeit stehen die fachliche, fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Passung der Bildungsmedien (Soll-Zustand) in Korrelation zu sprachlich gebundenem deklarativem Wissen sowie assoziativ-semantisch damit verknüpften Stereotypen von Lernenden (Ist-Zustand). Dazu werden Fragebogen aus der Stereotypenforschung (SMiK) und Concept Maps als Ansätze und Methoden erprobt, die zur Ermittlung mental repräsentierter EUROPA- und NATION-Konzepte der Lernenden eingesetzt werden; leitfadengestützte Interviws mit Lehrerinnen und Lehrern komplettieren diese Erprobung.