Deutsche Sprachwissenschaft

Toke Hoffmeister, M.Ed.

wissenschaftlicher Mitarbeiter

Leibnizstr. 8, R. 428
Telefon: +49 431 880-3832
Telefax: +49 431 880-7302
hoffmeister@germsem.uni-kiel.de

Sprechstunde

Sprechstunde in der vorlesungsfreien Zeit:
nach Vereinbarung per Email
ausschließlich (!) über whereby.com/tokehoffmeister
Bezüglich der Absprache eines Hausarbeitsthemas bitte ich Sie zu bedenken und einzuplanen, dass ich vom
7. September bis zum 11. Oktober
n i c h t  erreichbar bin.

Planen Sie Ihre Anfragen bitte entsprechend.

Lehre

Semester

Art der LV

Titel der LV

SWS

SoSe 2017 PS Einführung in die deutsche Sprachwissenschaft 4
WiSe 2017/2018 PS Einführung in die deutsche Sprachwissenschaft 6
SoSe 2018

PS

PS

Diachrone Beschreibung der deutschen Sprache

Folk Linguistics

4

2

WiSe 2018/2019

PS

PS

Diachrone Beschreibung der deutschen Sprache

Syntax[Grammatiktheorien]

2

2

SoSe 2019

PS

PS

Synchrone Beschreibung der deutschen Sprache

Philosophie der Sprache in historischer und rezenter Perspektive

2

2

WiSe 2019/2020

PS

PS

Einführung in die deutsche Sprachwissenschaft

Sprache im Urteil der Öffentlichkeit

4

2

SoSe 2020

PS

PS

Einführung in die deutsche Sprachwissenschaft

Linguistische (Sprach)Theorien

4

2

WiSe 2020/2021 PS Synchrone Beschreibung der deutschen Sprache 4
       
       
       
       
       

 

Forschungsprofil

In meiner Forschung beschäftige ich mich vor allem mit Ausformungen von Sprache in alltäglichen Lebenswelten. Das schließt das Wissen ein, das Sprachbenutzer:innen von ihrer (Mutter-)Sprache haben. Dabei vertrete ich einen sozio-kognitiven Wissensbegriff, dem ein gemäßigter (Sozio-)Konstruktivismus zugrunde liegt. Dieser Ansatz schließt freilich auch diskursive Prozesse (des Aushandelns) ein. Außerdem interessiert mich, welche Rolle die Kultur (im weitesten Sinn verstanden als geistige Tätigkeit einer spezifischen Gemeinschaft) für den Erwerb, die Verarbeitung und die Tradierung von Sprachwissen spielt.

Meine Forschungsschwerpunkte betreffen (mehr oder weniger unmittelbar) die folgenden Disziplinen:

  • Laienlinguistik (Folk Linguistics)
  • Wahrnehmungsdialektologie (perceptual dialectology)
  • Kognitive Linguistik (insbesondere kognitive Semantik/kognitive Soziolinguistik), gebrauchsbasierte Ansätze
  • Diskurslinguistik/-semantik, Epistemologie
  • Sprachphilosophie
  • Sprache und Kultur

Wissenschaftlicher Werdegang

  • 10/2011-09/2014 Studium Deutsch/Philosophie (Bachelor of Arts, B.A.), Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

  • 10/2014-09/2016 Studium Deutsch/Philosophie (Master of Education, M.Ed.), Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

  • 10/2012-09/2016 Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Grundförderung

  • 05/2014-09/2015 studentische/wissenschaftliche Hilfskraft am DFG-Projekt Der deutsche Sprachraum aus der Sicht linguistischer Laien (Kurztitel) am Germanistischen Seminar, Professur für deutsche Sprachwissenschaft (Prof. Dr. Markus Hundt) der CAU Kiel

  • 04/2015-04/2017 wissenschaftliche Hilfskraft, Professur für deutsche Sprachwissenschaft (Prof. Dr. Markus Hundt) der CAU Kiel

  • 04/2017-03/2018 Lehrbeauftragter am Germanistischen Seminar, Professur für deutsche Sprachwissenschaft der CAU Kiel

  • Seit 04/2017 Doktorand am Germanistischen Seminar, Professur für deutsche Sprachwissenschaft (Prof. Dr. Markus Hundt), Arbeitstitel der Dissertation: Theorie der Laienlinguistik. Modellierung und Erhebung laienlinguistischer Wissensbestände.

  • 10/2017-03/2018 Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Promotionsförderung

  • Seit 04/2018 Wissenschafticher Mitarbeiter, Professur für deutsche Sprachwissenschaft, CAU Kiel

 

Universitäre Selbstverwaltung/Gremienarbeit:

  • Zentraler Studienausschuss (ZStA): Stellvertretendes Mitglied aus der Gruppe des wissenschaftlichen Dienstes (2018-2020)
  • Zentraler Ausschuss für Forschung, Forschungs- und Wissenstransfer: Stellvertretendes Mitglied aus der Gruppe des wissenschaftlichen Dienstes (2018-2020)

 

Mitgliedschaften:

Internationale Gesellschaft für Dialektologie des Deutschen

Deutsche Gesellschaft für Sprachwissenschaft

Verein für niederdeutsche Sprachforschung

Deutsche Gesellschaft für Kognitive Linguistik

 

 

Aktuelle Projekte & Tagungsorganisation

Projekte

Dissertationsprojekt

"Sprachwelten und Sprachwissen. Theorie und Praxis einer kognitiven Laienlinguistik" (Arbeitstitel, seit 2017)

Projektrelevante Publikationen:

[i.V., 2021] Das laienlinguistische Konzept der Variation. Regional - funktional - sozial. In: Elisabeth Scherr & Arne Ziegler (Hrsg.): In Stadt und Land. Perspektiven variations- und soziolinguistischer Forschung. Linguistik Online. [peer reviewed]

[i.V., 2021] Sprachkonzepte in der Öffentlichkeit - Kognitive Repräsentationen von System und Gebrauch der deutschen Sprache. In: Toke Hoffmeister, Markus Hundt, Saskia Schröder (Hrsg.): LaienWissenSprache. Konzepte, Anwendungsfelder und Perspektiven der Folk Linguistics im deutschsprachigen Raum. 

[i.E., 2020b] Subjektive Grammatikalitätstheorien. Entstehung, Verbreitung und forschungspraktische Konsequenzen. In: Deutsche Sprache 3/2020. [peer reviewed]

[i.E., 2020a] Die Aktivierung inaktiver Wissensbestände. Zur Repräsentation dialektologischen Wissens. In: Markus Hundt, Andrea Kleene, Albrecht Plewnia, Verena Sauer (Hrsg.): Regiolekte - objektive Sprachdaten und subjektive Wahrnehmung. (Studien zur deutschen Sprache 84). Tübingen: Narr.

[2019] Laien als Experten und Experten als Laien. Zur Problematik eines etablierten Begriffspaares. In: Yvonne Hettler, Andrea Kleene, Lars Vorberger (Hrsg.): Aktuelle Sprachvariationsforschung. Zugänge und Tendenzen. Linguistik Online 99/6, 151-174. [peer reviewed]

Das Lautdenkmal reichsdeutscher Mundarten - Rekonstruktion, Edition, Analyse (seit 2018)

Das "Lautdenkmal reichsdeutscher Mundarten zur Zeit Adolf Hitlers" ist eine Sammlung von 300 Schallplatten regionaler Varietäten anlässlich des Geburtstags Hitlers im Jahr 1937. Das Lautdenkmal wurde vom Reichsbund deutscher Beamten initiiert und organisatorisch durchgeführt. Das Ziel des Editionsprojektes (Leitung: Dr. Christoph Purschke, Luxemburg) ist folgendes: "Im Rahmen des Projektes soll das Lautdenkmal erstmals komplett digitalisiert und ediert werden, inklusive der nachträglich erhobenen Aufnahmen für Österreich und das Sudetenland. Zudem soll das erhaltene Kontextmaterial (Transkriptionen, Übersetzungen, Aufnahmeprotokolle, Korrespondenz) digital gesichert und erschlossen werden. Darüber hinaus geplant ist die Rekonstruktion der Zeitungsüberlieferung zum Lautdenkmal, das - dem Interesse des Reichsbundes der Deutschen Beamten geschuldet - als Mittel der nationalsozialistischen Propaganda eingesetzt wurde." (weitere Infos hier).

Projektrelevante Publikationen:

Toke Hoffmeister & Verena Sauer (2020): "Un jetz aufn deutschen Stroum asu ze fohrn..." / "... dormit de Föihrer mit uns tofräden is". Charakteristika des Lautdenkmals reichsdeutscher Mundarten am Beispiel zweier Aufnahmen aus Bayern und Schleswig-Holstein. In: Markus Hundt, Andrea Kleene, Albrecht Plewnia, Verena Sauer (Hrsg.): Regiolekte - objektive Sprachdaten und subjektive Wahrnehmung. (Studien zur deutschen Sprache 84). Tübingen: Narr.

Toke Hoffmeister & Verena Sauer (2018): "Und ein Leem, ihr Leut!" - Sprachliche Vielfalt im Lautdenkmal reichsdeutscher Mundarten.", Posterpräsentation im Rahmen des Forschungstages "Vielfalt" des Collegium Philosophicum der CAU Kiel, 5.07.2018, Kiel, PDF

Tagungsorganisation

LaienWissenSprache5.09. - 7.09.2019 an der CAU Kiel

Nähere Informationen gibt es auf der Homepage der Tagung.

Ein Tagungsbericht ist erschienen: Henrik Schmidtke (2019): Internationale Fachtagung „LaienWissenSprache“ Kiel, 05.–07. September 2019. In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik 86/3, 331-338.

 

 

 

 

 

Vorträge

2020

[2020b] "Groß- und Kleinschreibung ist ja Grammatik." Theorie und Praxis einer kognitiven Laienlinguistik, Nachwuchskolloquium, 20.-23.05.2020, Graz. [verschoben]

[2020a] Folk Linguistics und Laienlinguistik - Programmatik und gesellschaftliche Relevanz., Europäisches Zentrum für Sprachwissenschaften, 21.01.2020, Heidelberg. [eingeladener Gastvortrag]

2019

[2019f] Sprache und Wissen. Grundlegung einer Theorie des Epistemikons. Forschungskolloquium, CAU Kiel.

[2019e] "Wenn das Zeuch net so schö is, dofür is einfach eine Zwangszeit" - Eine dialektale und semantische Analyse dreier ostfränkischer Aufnahmen aus dem Lautdenkmal reichsdeutscher Mundarten. Bayerisch-Österreichische Dialektologentagung (BÖDT), 07.-09.11.2019, Salzburg. [gemeinsam mit Verena Sauer]

[2019d] Sprache - Politik - Öffentlichkeit. Einführende Bemerkungen. Vortrag im Rahmen des Familienseminars "Sprache und Politik" der Akademie für OST-WEST Begegnungen e.V., 4.10.2019, Hannover. [eingeladener Gastvortrag]

[2019c] Sprachkonzepte in der Öffentlichkeit - Kognitive Repräsentationen von System und Gebrauch der deutschen Sprache. LaienWissenSprache, 05.-07.09.2019, Kiel.

[2019b] "wenn man schon wörter einbaut, die es nicht gibt, sollte man wenigstens darauf achten, dass die grammatik dadurch nicht zu schaden kommt" - Zur epistemisch-propositionalen Zuverlässigkeit von Grammatikalitätsäußerungen linguistischer Amateure. Was ist Grammatikalität?, 27.-29.06.2019, Bamberg.

[2019a] Frames und Variation(slinguistik). Zum Konzept Deutsche Sprache bei linguistischen Amateuren. Nachwuchskolloquium Sprachkontakt und -perzeption. Forschungsberichte zur Varietätendynamik in Deutschland und Österreich, 16.-18.05.2019, Kiel.

2018

[2018c] Die Aktivierung inaktiver Wissensbestände. Versuch der Modellierung eines wahrnehmungsdialektologischen Wissensbegriffs. 6. Kongress der Internationalen Gesellschaft für Dialektologie des Deutschen (IGDD), 13-15. September 2018, Marburg. 

[2018b] „Un jetz aufn deutschn Stroum asu ze fohrn...“ – Eindrücke aus bayerischen, thüringischen und schleswig-holsteinischen Aufnahmen des "Lautdenkmals reichsdeutscher Mundarten.“ 6. Kongress der Internationalen Gesellschaft für Dialektologie des Deutschen (IGDD), 13-15. September 2018, Marburg. [gemeinsam mit Verena Sauer]

[2018a] Grundlegung einer Amateurlinguistik. Forschungskolloquium CAU Kiel

2017 

[2017c] Die Ordnung der Sprache in den Köpfen der Leute. Forschungskolloquium, CAU Kiel

[2017b] Laien als Experten und Experten als Laien. 8. Kolloquium Forum Sprachvariation der IGDD, 6. Nachwuchskolloquium VndS, 4.-6. Oktober 2017, Universität Hamburg

[2017a] Theorie der Laienlinguistik. Modellierung und Erhebung laienlinguistischer Wissensbestände. Erste Ideen eines Forschungsvorhabens. Forschungskolloquium, CAU Kiel

2016

[2016] Mentale Raumkonzepte linguistischer Laien im geografischen Vergleich. Forschungskolloquium, CAU Kiel

 

 

 

 

 

Publikationen

Monographien

[i.V., 2021] Wahrnehmungsdialektologie. Eine Einführung. (Germanistische Arbeitshefte 50). Berlin/Boston: De Gruyter. (gemeinsam mit Verena Sauer). Nähere Informationen gibt es auf der Website des Verlages.

Herausgeberschaften

[i.V., 2021] LaienWissenSprache. Konzepte, Anwendungsfelder und Perspektiven der Folk Linguistics im deutschsprachigen Raum. (gemeinsam mit Markus Hundt und Saskia Schröder)

Aufsätze

[i.V., 2021] Der Laie als Experte. Mit wem haben wir es in der Wahrnehmungsdialektologie eigentlich zu tun? In: Niederdeutsches Wort. (gemeinsam mit Markus Hundt und Saskia Schröder)

[i.V., 2021] Das laienlinguistische Konzept der Variation. Regional - funktional - sozial. In: Elisabeth Scherr & Arne Ziegler (Hrsg.): In Stadt und Land. Perspektiven variations- und soziolinguistischer Forschung. Linguistik Online. [peer reviewed]

[i.V., 2021] Sprachkonzepte in der Öffentlichkeit - Kognitive Repräsentationen von System und Gebrauch der deutschen Sprache. In: Toke Hoffmeister, Markus Hundt & Saskia Schröder (Hrsg.): LaienWissenSprache. Konzepte, Anwendungsfelder und Perspektiven der Folk Linguistics im deutschsprachigen Raum. 

[i.V., 2021] Einleitung. In: Toke Hoffmeister, Markus Hundt & Saskia Schröder (Hrsg.): LaienWissenSprache. Konzepte, Anwendungsfelder und Perspektiven der Folk Linguistics im deutschsprachigen Raum. (gemeinsam mit Markus Hundt und Saskia Schröder)

[i.E., 2020c] Subjektive Grammatikalitätstheorien. Entstehung, Verbreitung und forschungspraktische Konsequenzen. Deutsche Sprache 3/2020. [peer reviewed]

[i.E., 2020b] Die Aktivierung inaktiver Wissensbestände. Zur Repräsentation dialektologischen Wissens. In: Markus Hundt, Andrea Kleene, Albrecht Plewnia & Verena Sauer (Hrsg.): Regiolekte - objektive Sprachdaten und subjektive Wahrnehmung. (Studien zur deutschen Sprache 84). Tübingen: Narr.

[i.E., 2020a] "Un jetz aufn deutschen Stroum asu ze fohrn..." / "... dormit de Föihrer mit uns tofräden is". Charakteristika des Lautdenkmals reichsdeutscher Mundarten am Beispiel zweier Aufnahmen aus Bayern und Schleswig-Holstein. In: Markus Hundt, Andrea Kleene, Albrecht Plewnia & Verena Sauer (Hrsg.): Regiolekte - objektive Sprachdaten und subjektive Wahrnehmung. (Studien zur deutschen Sprache 84). Tübingen: Narr. (gemeinsam mit Verena Sauer)

[2019] Laien als Experten und Experten als Laien. Zur Problematik eines etablierten Begriffspaares. In: Yvonne Hettler, Andrea Kleene & Lars Vorberger (Hrsg.): Aktuelle Sprachvariationsforschung. Zugänge und Tendenzen. Linguistik Online 99 (6), 151-174. PDF [peer reviewed]

[2017] Der Einfluss der regionalen Herkunft auf das Dialektwissen linguistischer Laien. In: Markus Hundt, Nicole Palliwoda & Saskia Schröder (Hrsg.): Der deutsche Sprachraum aus der Sicht linguistischer Laien. Ergebnisse des Kieler DFG-Projekts. Berlin, New York: De Gruyter, 213-261. 

Rezensionen

[2018] Rezension zu: Wilhelm Köller (2016): Formen und Funktion der Negation. Untersuchungen zu den Erscheinungsweisen einer Sprachuniversalie. Berlin, Boston. In: Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Sprachwissenschaft 10/1-2, 33-39. (gemeinsam mit Verena Sauer). PDF

[2017] Rezension zu: Simone Burel (2015): "Identitätspositionierung der Dax-30-Unternehmen. Die sprachliche Konstruktion von Selbstbildern. (Sprache und Wissen, Bd. 21) Berlin, Boston. In: Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Sprachwissenschaft 9/1-2, 116-121. PDF

Varia

[2020] Einwurf "Zur Sprache kommen", Interview zum Thema Laienlinguistik geführt von Farah Claußen, unizeit 101, S. 9, PDF.

[2019] Interview zum Thema "Sprache der neuen Rechten", Bento, "Rechte Sprache: Wenn die sagen 'Kultur', dann weiß jeder, was gemeint ist", online abrufbar hier [letzter Aufruf 13.08.2019]

[2018] "Und ein Leem, ihr Leut!" - Sprachliche Vielfalt im Lautdenkmal reichsdeutscher Mundarten.", Posterpräsentation im Rahmen des Forschungstages "Vielfalt" des Collegium Philosophicum der CAU Kiel, 5.07.2018, Kiel, PDF