Deutsche Sprachwissenschaft, insbesondere niederdeutsche Sprache und Literatur

Spaziergang zu Klaus-Groth-Stätten in Kiel

Ausgangspunkt: Der Klaus-Groth-Brunnen am Ostende des Kleinen Kiels

 

Ein erster Blick auf Groths Leben und Werk

Klaus Groth ist ein Dichter, der vor allem mit einem Werk, mit seinem "Quickborn", einer Sammlung seiner niederdeutschen Gedichte berühmt geworden ist, in denen eine Landschaft, nämlich Dithmarschen, in der Sprache dieser Landschaft gestaltet worden ist. Die Wirkung, die dies Buch erlangt hat, beschränkt sich aber keineswegs auf Dithmarschen. Groth wurde damit vielmehr zum Initiator einer kräftigen "Niederdeutschen Bewegung", und auch weit über den niederdeutschen Raum hinaus hat er Beachtung, ja Bewunderung gefunden und anregend gewirkt. Ihm ist wahrhaftig in hohem Maße gelungen, was er sich — nach seinen Worten im Vorwort des "Quickborn" — vorgenommen hatte:

 

Die Ehre der plattdeutschen Mundart zu retten.

Von 1819 bis 1899 hat Klaus Groth gelebt, also 80 Jahre, davon 46 Jahre, nämlich — abgesehen von Reisen — von 1853 bis zu seinem Tod 1899 in Kiel. Hier war er in den letzten Jahren seines Lebens so angesehen, dass man ihm gut ein Jahrzehnt nach seinem Ende dies Denkmal gesetzt hat. Es ist mit Schrift- und Bildelementen neben der zentralen Figur fast ein erzählendes Denkmal, aber manche Erklärungen sind doch angebracht. Und deshalb soll das Denkmal gleich die erste Station auf dem Spaziergang sein.