Deutsche Sprachwissenschaft, insbesondere niederdeutsche Sprache und Literatur

Hinweise zur Entstehung und Benutzung der Bibliographie

Hinweise zur Entstehung und Benutzung der Bibliographie

Eine Bibliographie der Werke Klaus Groths und von Arbeiten über ihn ist schon bald nach dem Tode des Dichters gefordert worden. Insbesondere Rudolph von Fischer-Benzon, der erste Direktor der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek, hat sie bald nach 1900 angemahnt. Zwei Jahrzehnte danach hat Rudolf Bülck, Bibliothekar der Universitätsbibliothek Kiel, sich mit einfachen Mitteln, nämlich mit Notizen auf wiederbenutzten Zetteln, an eine gründliche nach Jahren geordnete Sammlung der Arbeiten von Groth und über Groth gemacht, die er bis zu seinem Tod (1954) fortgesetzt hat. Wilhelm Klüver hat diese Zettel aus dem Nachlass Bülcks gerettet und sie Ende der 1970er Jahre der Niederdeutschen Abteilung des Germanistischen Seminars der Universität Kiel übergeben, in der seit 1978 auf Initiative von Joachim Hartig Klaus Groth betreffende Projekte in Angriff genommen wurden und dabei vor allem das einer Bibliographie. Den Plan dazu hat er mit Ulf Bichel besprochen. Ins Werk gesetzt hat er ihn mit Hilfe von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, also mit der Einrichtung von „ABM-Stellen“. Dabei hat Rudolf Cauer in verschiedenen Projekten – teils auch im Klaus-Groth-Museum, Heide – grundlegende Sammel- und Ordnungsarbeit geleistet. Nach Auslaufen der ABM-Projekte ist das so bereitgestellte Material (mit Ergänzungen) von Inge und Ulf Bichel in die vorliegende Form gebracht worden. Kräfte der Niederdeutschen Abteilung des Germanistischen Seminars der Universität Kiel haben die Abschlussarbeiten übernommen. Eine Fortschreibung ist ins Auge gefasst.

Der Aufbau der Bibliographie folgt inhaltlichen Gesichtspunkten, wobei die Haupteinteilung Primär- und Sekundärliteratur trennt. Am Anfang des Verzeichnisses der Werkveröffentlichungen Groths sind die Gesamtausgaben aufgeführt. Die Einzelveröffentlichungen sind in poetische Werke und Arbeiten zu Sachthemen gegliedert, die poetischen wiederum in niederdeutsche und hochdeutsche Dichtung (jeweils mit Unterpunkten). Autobiographische Schriften und Briefe sind in besonderen Abteilungen erfasst, ebenso die Übersetzungen Grothscher Werke, die nach Sprachen angeordnet sind. Bei der Sekundärliteratur sind zunächst Arbeiten aufgeführt, die sowohl der Person Groth als auch seinem Werk gelten. Danach folgen spezielle Veröffentlichungen zur Person, wobei sowohl Lebensphasen als auch Beziehungen zu Personen und Personengruppen berücksichtigt sind. Endlich werden – mit vielen Unterpunkten Veröffentlichungen zum Werk aufgeführt, wobei die Gliederung an der Ordnung der Werke orientiert ist.

Die Anlage der Einzelartikel lehnt sich an das für Bibliotheken verbindliche Schema an, allerdings mit Auswahl und mit gewissen Abweichungen. Auf „Verfasserangeben“, d. h. Zusatzinformationen zu Verfasser und Herausgeber wird verzichtet, wenn nicht besondere Gründe für deren Nennung vorliegen. Entsprechendes gilt von Umfangs- und Formatangaben sowie Druckervermerke, die nur bei den Veröffentlichungen der Werke berücksichtigt sind, wo sie u. U. aussagekräftig sein können. Quellennachweise für die bibliographischen Angaben sind lediglich eingefügt, wenn die Titel nicht entweder durch Autopsie geprüft oder durch mindestens zwei voneinander unabhängige Verzeichnungen belegt sind. Für die wichtigsten dieser Quellen werden Abkürzungen benutzt (Vgl. das Abkürzungsverzeichnis). In den Anmerkungen werden von Fall zu Fall Zusatzinformationen verschiedener Art geboten. Dazu gehören Angaben über Zweitveröffentlichungen, Besprechungen und auch Bemerkungen zur Sache, etwa wenn aus dem Titel der Arbeit deren Inhalt nicht deutlich wird. In besonderen Fällen – z. B. wenn der Inhalt nicht mehr dem Stand der Forschung entspricht – werden auch knappe Stellungnahmen geboten. Etliche Darstellungen sind unter verschiedenen sachlichen Gesichtspunkten von Bedeutung. Diesem Umstand wird durch Nebeneinträge (NE) Rechnung getragen, was in der Regel in den Anmerkungen erläutert wird. Damit haben Nebeneinträge hier eine etwas andere Funktion als in den Bibliotheken.

Diese Bibliographie soll möglichst auch mit der Beteiligung von Benutzern auf dem Laufenden gehalten werden. Deshalb bittet die Niederdeutsche Abteilung des Germanistischen Seminars der Universität Kiel um Ergänzungen und Korrekturen.

(Ulf Bichel)