Deutsche Sprachwissenschaft, insbesondere niederdeutsche Sprache und Literatur

Klaus-Groth-Archiv

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Klaus-Groth (1819-1899)
Fotografie eines Gemäldes, 
Klaus-Groth-Museum in Heide i. Holstein (1866)

 

Das Klaus-Groth-Archiv (KGA) ist einer Dichterpersönlichkeit des 19. Jahrhunderts gewidmet, die für die Geschichte der niederdeutschen Literatur und Sprache von zentraler Bedeutung ist und auch weit über diesen Bereich hinaus Beachtung gefunden hat. Groths Gedichtsammlung "Quickborn" hat praktisch die neuniederdeutsche Literatur begründet. Neben dieser Dichtung haben Groths publizistischen Bemühungen der seinerzeit verbreiteten Missachtung der niederdeutschen Sprache entgegengewirkt, wobei auch diese Arbeiten für Nachfolger anregend gewesen sind. Die Stadt und die Universität Kiel haben in besonderer Weise einen Grund, sich für Werk und Leben dieses Autors verantwortlich zu fühlen, denn Groth hat (abgesehen von Reisen) von 1853 bis zu seinem Tod 1899 in Kiel gelebt und seit 1858 war er der Universität als Privatdozent verbunden.
 
Dieser Verantwortung sucht das KGA mit bescheidenen Mitteln gerecht zu werden. Es handelt sich um ein Archiv, das keine Originale, sondern Kopien sammelt. Eine Gedichtkartei sucht alle Gedichte Groths in allen Varianten zu erfassen. Auch alle anderen Arbeiten Groths – von den teils in verschiedenen Fassungen vorliegenden Erzählungen ("Vertelln") über autobiographische Schriften und Abhandlungen zur niederdeutschen Sprache und Literatur bis zu Gelegenheitsarbeiten verschiedenster Thematik – sind nach Möglichkeit aufgenommen. Eine Sammlung gedruckter Briefe von und an Groth stellt alle ermittelten Briefe bereit, die vollständig oder als umfassender Auszug veröffentlicht sind. In Abschrift (und größtenteils elektronisch erfasst) liegen die ca. 2000 Briefe vor, die Groth nach dem Tod seiner Frau (1878) über 20 Jahre lang regelmäßig – mit nur wenigen Ausnahmen Woche für Woche – an Charlotte Finke in Bremen geschrieben hat (eine wichtige Quelle für das Leben in Kiel in jener Umbruchszeit und Zeugnis für das Kulturleben in Kiel, Hamburg und darüber hinaus). Weiterhin ist Sekundärliteratur und sind Rezeptionszeugnisse gesammelt.
 
Eine Bibliographie zu Klaus Groth wird fortlaufend bearbeitet und ist seit dem 29. 4. 2008 online benutzbar.
 
Seit dem 6. 6. 2012 ist ein von Prof. Dr. Ulf Bichel erarbeiteter Spaziergang zu den Kieler Klaus-Groth-Stätten als eine Beschreibung mit Bild- und Tondkumenten auf den Seiten der Niederdeutschen Abteilung abrufbar.
 
Eine Bibliographie zu Klaus Groth wird fortlaufend bearbeitet und ist seit dem 29. 4. 2008 online benutzbar.
 
Seit dem 6. 6. 2012 ist ein von Prof. Dr. Ulf Bichel erarbeiteter Spaziergang zu den Kieler Klaus-Groth-Stätten als eine Beschreibung mit Bild- und Tondkumenten auf den Seiten der Niederdeutschen Abteilung abrufbar.