Didaktik der deutschen Sprache

Aktuelle Projekte

    laufende Projekte

Leitung der Wissensdomäne Bildung und Schule innerhalb des "Forschungsnetzwerkes Sprache und Wissen"http://www.suw.uni-hd.de/dom_edu.html) (gemeinsam mit Prof. Dr. Jörg Kilian, Universität Kiel, und Dr. Dina Lüttenberg, TU Braunschweig; Kooperation: Prof. Dr. Birgit Brouër und Sandra Nitz)

Mitarbeit im DFG-Projekt ‚Empirisierung des Transzendentalen‘. Epistemologische Voraussetzungen und Erscheinungsformen der Moderne in Wissenschaft, Literatur und Kunst um 1900 http://www.empirisierung-des-transzendentalen.de 

Leitung: Dr. Philip Ajouri und Jun.-Prof. Dr. Benjamin Specht, Universität Stuttgart

  • Das DFG-Netzwerk (Laufzeit: 06/2014 – 06/2017) ist interdisziplinär angelegt: 
  • Philosophie: Apl. Prof. Dr. Myriam Gerhard, Prof. Dr. Paul Ziche
  • Kunstgeschichte: Dr. des. Dominik Brabant
  • Kunst- und Bildwissenschaft: Sara Hillnhütter, M.A.
  • Neuere deutsche Literatur: Dr. Philip Ajouri, Dr. Matthias Berning, PD Dr. Marcus Hahn, Prof. Dr. Jutta Müller-Tamm, Jun.-Prof. Dr. Benjamin Specht
  • German Studies / Etudes Germaniques: Dr. Angus Nicholls, Prof. Dr. Céline Trautmann-Waller
  • Neuere deutsche Literatur- und Ideengeschihcte: Dr. Katrin Max
  • Germanistische Linguistik: Dr. Tobias Heinz
  • Literaturwissenschaft/Medizingeschichte: Dr. Dr. Martina King
  • Wissenschaftsgeschichte: Clemens Janisch

Das DFG-Netzwerk bringt Vertreter unterschiedlicher Disziplinen unter dem Dach einer gemeinsamen problemgeschichtlichen Fragestellung zusammen: Auf welche Weise wird die empirische Untersuchung der menschlichen Erkenntnisbedingungen in einem Zeitraum von ca. 1850 bis 1920 reflektiert und wie hängt sie mit der Herausbildung der ‚ästhetischen Moderne‘ zusammen? Im Zuge des Aufstiegs der Erfahrungswissenschaften lassen sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts drei Wissensfelder identifizieren, die in besonderem Maße zu einer ‚Empirisierung des Transzendentalen‘ beigetragen haben. Erstens wird das ehemals ‚transzendentale Apriori‘, wie es der philosophische Idealismus um 1800 noch als durch Erfahrung unhintergehbaren Fixpunkt des Wissens konzipiert, nun von Philosophen, Physikern, Physiologen und Psychologen in der psychischen und physischen Konstitution des Menschen gesucht und damit erfahrungswissenschaftlich unterlaufen. Zweitens wird es von Historikern, Völkerpsychologen und später auch Soziologen in Abhängigkeit von der sozialen und kulturellen Vergesellschaftung des Menschen gesehen. Drittens wird in der entstehenden Linguistik und in außerakademischen sprachkritischen Reflexionen die Sprache als Bedingung der Möglichkeit von Erkenntnis in den Blick genommen. Indem man auf all diesen Wissensfeldern die Erkenntnisinstanzen empirisch behandelt, erscheinen sie zunehmend als kontingent. Diese wissenschafts- und erkenntnistheoretische Problemkonstellation verhandeln auch Künstler und Literaten der Zeit, und zwar nicht allein, indem sie sie zum expliziten Thema machen, sondern auch, indem sie neue ‚moderne‘ künstlerische Verfahren entwickeln und auf diese Weise an der Modellierung neuer Erkenntnismodelle partizipieren. So konstituiert sich die ‚ästhetische Moderne‘ auch anhand eines erkenntnistheoretischen Problems.

  • abgeschlossene Projekte

Mitarbeit im Projekt Nationale Stereotype und Marketingstrategien in der interkulturellen deutsch-dänischen Kommunikation (Gefördert aus INTERREG 4A Syddanmark-Schleswig-K.E.R.N. mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung);  Leitung Leadpartner: Prof. Dr. Erla Hallsteinsdottír (Syddansk Universitet Odense); Leitung Projektpartner: Prof. Dr. Jörg Kilian (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel); Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der CAU Kiel: HD Dr. Sonja Vandermeeren, Dr. Tobias Heinz, Annika Hofmann, Raphaela Winkler, Carolin Venne. Das Hauptziel des Projekts ist die Entwicklung von Konzepten, Strategien, Empfehlungen und Beispielen für die Umsetzung von positiven Stereotypen und Vermeidung von negativen Stereotypen in der interkulturellen deutsch-dänischen Kommunikation in der INTERREG-Region. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Kommunikation in der Wirtschaft und im Fremdsprachenunterricht. Die Grundlage für die praktische Umsetzung bildet eine empirische Beschreibung der gegenseitigen stereotypen Vorstellungen, die durch Analysen der heute existierenden deutsch-dänischen Stereotype erstellt wird. Eine solche Beschreibung, die in einer frei zugänglichen Stereotypen-Datenbank online gestellt werden soll, liefert wichtige Ergebnisse für die Vermeidung von Fettnäpfchen (negative Stereotype) und die gezielte Ausnutzung positiver Stereotype in der interkulturellen Kommunikation (v.a. Organisations- und Wirtschaftskommunikation) sowie im grenzüberschreitenden Marketing und Werbung. Weitere Informationen unter: SMiK-Projekt (Interreg 4a)